„Arbeite ich heute im Bett oder gehe ich rüber zum Schreibtisch?“ // Künstlerleben besser planen – Ein Selbstversuch

Es ist Montagmorgen – na gut, eher Montagmittag. Auf meinem Nachtschrank steht ein sehr starker grüner Tee, auf meinem Schoß der Laptop. Mit angewinkelten Beinen sitze ich auf dem Bett und beantworte E-Mails. In irgendeinem Safari-Tab läuft Monaco Franze und ich snacke das dritte Röllchen Giotto. Willkommen in meinem Büro!

Freiberufler zu sein und viel von zu Hause aus zu arbeiten ist Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite finde ich es fantastisch, meinen Berufsalltag im Schlüppi und Herrenshirt bestreiten zu können, andererseits wünsche ich mir feste Strukturen und eine bessere Zeiteinteilung. Im Oktober droht die nächste Deadline und ich weiß genau, wenn ich jetzt nicht anfange effizienter zu sein, kommt kurz vor der Abgabe wieder die altbekannte Horror-Stress-Nachtschichten-Woche auf mich zu. Und dann werde ich mich aufs Neue fragen, ob die zahllosen Vormittage, die ich netflixender Weise mit den Gilmore Girls verbrachte und die vielen feuchtfröhlichen Abende, die ich mit meinen Freunden am Eisbach hockte, das wirklich wert waren.
Es ist immer das selbe: Setze ich mich für einen konkreten Kompositionsauftrag ans Klavier, verliere ich mich in stundenlangen Improvisationen; Muss ich einen Artikel schreiben, stecke ich plötzlich in einem tiefgründigen Tiergedicht fest; Nehme ich mir vor, früh schlafen zu gehen, finde ich mich auf einmal mit einem Grill und diversen Bieren am Flaucher wieder.
Das geliebte Lotterleben ist mein größtes Laster. Aber damit ist jetzt Schluss – zumindest für eine Woche. In den kommenden sieben Tagen werde ich meine Chaos-Marotten hinten anstellen und mein Künstlerleben besser planen. Geht das überhaupt? Werde ich in dieser Woche mehr schaffen als sonst? Kann man wirklich auf Knopfdruck kreativ sein? Ich finde es für euch heraus!

Meine fünf Vorsätze für den Selbstversuch:

1. To-Do-Liste – aber richtig!
Ich habe mir für die Woche realistische Ziele gesetzt. Es macht nur Sinn, sich Sachen vorzunehmen, die man in der geplanten Zeit auch erledigen kann. Außerdem bin ich nach Priorität vorgegangen, um so den wichtigsten Dingen Vorgang zu gewähren.

2. Zeiteinteilung
Ich werde täglich zu festen Zeiten komponieren und schreiben. Für die Büroarbeit gebe ich mir eine fixe Stunde am Vormittag.

3. Ablenkung
Am Klavier sitzen und Surfbilder bei Instagram liken is nich´! Bei der Arbeit bleibt das Handy aus, der Laptop darf nicht mit ins Bett und sich nur jeden zweiten Tag mit Freunden zu treffen ist auch mal okay.

4. Schlafen
Auch wenn ich großer Fan meines gepflegten Zehn-Stunden-Schlafs bin – diese Woche werde ich wohl mit acht auskommen müssen.

5. Healthy-Bitch-Shit
Mehr Matcha, weniger Pfeffi. Ich habe meinen Bestand an Spirulina-Algen und Alnatura-Produkten aufgefrischt, um fit für mein Vorhaben zu sein. An gemütlichen Barabenden (auf die ich im Rahmen meiner künstlerischen Entwicklung keinesfalls verzichten kann) werde ich die dritte Weinschorle voll crazy durch ein fetziges Glas Leitungswasser ersetzen.


In der Theorie klingt das alles verdammt gut. Ob sich das wirklich alles umsetzen lässt und wie es für mich gelaufen ist, erfahrt ihr nächste Woche Montag…

Danke für´s Lesen. Ich leg´ mich jetzt wieder hin…

Ach nee, doch nich´!

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