Künstlerleben besser planen! – 10 hilfreiche Tipps 

Wie die meisten meiner Kollegen brauche ich, um kreativ zu sein, immer ein bisschen Drama, Prokrastination und Chaos. Sehnte ich mich nach einem geregelten Leben mit festem Tagesablauf, einem sicheren Job und einem Deuter-Rucksack-tragendem Gymnasiallehrer an meiner Seite, wäre ich mit Sicherheit keine Musikerin geworden.

Weil mir trotz allem ein wenig mehr Organisation gut tun würde, habe ich mich gefragt, ob und wie man sein Künstlerleben besser planen kann und vor sieben Tagen einen Selbstversuch gestartet.
Und Hoppla! – ich war überrascht, wie viel man in einer Woche auf die Reihe bekommt. Obendrein hatte ich ein anhaltendes, wohliges Bauchgefühl und immerhin noch ein paar freie Stunden, um mich dem dolce vita zu widmen. Wie das geht?

Hier sind 10 hilfreiche Tipps für euch:

1. Start your day right (not only in Schlüppi)
Viele von uns Musikern verbringen den Vormittag zu Hause, um zu üben oder Bürokram zu erledigen. Und ja, der Steuerberater hört uns nicht an, dass wir während des Telefonats im Schlüppi auf dem Sofa lümmeln. Trotzdem: Direkt nach dem Aufstehen unter die Dusche hopsen, was Hübsches anziehen, ein Käffchen machen und an den Schreibtisch setzen, wirkt wahre Wunder, was die Motivation angeht.

2. Tagesablauf
Was möchte ich zu welcher Zeit erledigen? Diese Frage stell man sich am besten am Vorabend und macht sich einen groben Plan.

3. Bitte nicht ablenken (lassen)!
Wir kennen es alle: „Ich schreib´ jetzt diese Zeilen zu Ende… Huch! Eine neue E-Mail….“ Bei kreativer Arbeit einfach den Flugmodus aktivieren. Keine Nachricht ist so wichtig, dass man sie nicht zwei Stunden später beantworten könnte.

4. Social-Media-Fasten
Theoretisch reicht es vollkommen aus, der eigenen Like-Geilheit nur zwei bis drei Mal täglich nachzugeben. Eine Sache, an der ich in der Praxis häufig scheitere. Probiert ihr das mal aus! Ohne mich könnt ihr es schaffen 😛

5. Flexibel bleiben
Du hast deinen Plan vor Augen… Aber dann wird der anstehende Open Air-Gig wegen Sauwetter abgesagt, ein spontaner Studiojob drängt sich auf oder eine fiese Grippe sucht dich heim… Irgendwas is´ immer! Egal was auf dich zukommt, dreh nicht gleich durch. Plane um und sei flexibel.

6. Teilziele
Eigentlich wolltest du den Song fertig kriegen, musst aber in zehn Minuten los. Jetzt könntest du resigniert die Gitarre zusammenpacken oder du nutzt die verbleibenden Minuten, um dir einen kleinen Teil, z.B. die Bridge, vorzunehmen. Auch wenn das Lied damit nicht komplett fertig ist, bist du deinem Ziel ein Stück nähergekommen.

7. Zwei-Minuten-Regel
Alle Dinge, die man in zwei Minuten erledigen kann, sollten immer sofort umgesetzt werden.

8. Lass dich inspirieren
Du hast ein schlechtes Gewissen, weil du dich mit Freunden triffst, obwohl du eigentlich arbeiten müsstest? Sieh es als Inspiration. Ein lauschiger Abend unter Kollegen bringt oft mehr neue Ideen zutage, als stundenlang dein Logic-Projekt anzustarren.

9. Kreativität auf Knopfdruck
Klappt nicht! Zumindest nicht bei mir. Wichtig ist, die Zeit der guten Ideen effektiv zu nutzen. Da kann der Papierkram ruhig mal warten.

10. Schlaf gut
Oft wälzen wir uns vorm Einschlafen hin und her und haben den Kopf voller nicht abgehakter To-Do-Punkte. Es hilft, vorm Zähneputzen noch zwei, drei kleine Sachen zu erledigen. Solltest du dies vom Handy oder Rechner aus tun, Nightshift-Modus aktivieren.

Danke für´s Lesen. Ich leg´ mich jetzt wieder hin…

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