Der Pimmelpreis der Musikautoren

Bisher stand ich dem Thema „zu wenig Frauen in der deutschen Musikbranche“ relativ entspannt gegenüber. Ich persönlich hatte nicht den Eindruck, aufgrund meines nicht vorhandenen Gemächts, einen Nachteil zu haben. Von vielen meiner männlichen Kollegen fühlte und fühle ich mich wertgeschätzt und unterstützt. Doch das scheint ein Einzelfall zu sein. Wie es wirklich aussieht, wurde jüngst von der GEMA veranschaulicht. Die Nominierten für den Musikautorenpreis 2018 stehen fest: Weiterlesen

Hausbesuch bei Marie Diot // „Bevor ich in einer Cover-Band spiele, möchte ich lieber sterben!“

Name: Julia Marie Geusch
Künstlername: Marie Diot
Alter: 24
Beruf: Liedermacherin
Wohnort: Hannover
Wovon lebt sie? von Konzerteinnahmen und den Eltern
Aktuelle Projekte: Das Debut-Allbum „Pinguin im Tutu – Weiß nicht, ob er Tänzer ist“

Das ist Marie. Sie ist jung, entspannt und ziemlich cool. Und dafür muss sie sich nicht mal anstrengen. Der gleichermaßen lässige Typ daneben ist Maries Freund Fabi. Die beiden machen gemeinsam Musik, genießen während des Keyboardspielens gern mal einen Apfel und wohnen jetzt zusammen in Hannover. Dort haben sie sich auch kennengelernt – bei ihrem Popmusikstudium an der Musikhochschule.  Weiterlesen

Schwarze Zahlen auf deinem Musikerkonto // 5 Tipps für höhere Einnahmen

Die Frage, ob man von der Musik leben kann, hat einen ziemlich langen, abgetakelten Rauschebart und lässt sich mit einem simplen „Ja“ beantworten. Natürlich kann man mit Musik Geld verdienen und das unter Umständen gar nicht so schlecht. Fest angestellte Orchestermusiker beispielsweise werden in der Regel gut bezahlt. Doch auch als Freiberufler kann man gut verdienen.  Weiterlesen

„Du siehst kacke aus – dann hast du bestimmt was auf dem Kasten!“ // Was unser Erscheinungsbild über unser Können aussagt

„Oh! Aha! Das hätte ich dir gar nicht zugetraut. Du siehst gar nicht so aus!“ Unzählige Male sind mir in meinem Berufsleben solche Sätze begegnet. Die mit meinem Erscheinungsbild verbundenen Klischees scheine ich nicht zu bedienen und das scheint mein Gegenüber zu verwirren.  Weiterlesen

Hausbesuch bei Pianistin Antoniya Yordanova // Integration ist, wenn man auf Deutsch streiten kann

Name: Antoniya Yordanova
Alter: 31
Beruf: Pianistin
Wohnort: Essen
Wovon lebt sie? Auftritte, Unterrichten, Arbeit mit behinderten Kindern
Aktuelle Projekte: die Klavierduo-CD „Synergy“

Irgendwo im Ruhrpott empfängt mich Pianistin Antoniya sehr gastfreundlich in ihrer gemütlichen mintfarbenen Küche. Mit warmer Stimme und viel Humor erzählt sie aus ihren letzten Musikerjahren. Dabei könnte einem das Lachen an der ein oder anderen Stelle sprichwörtlich vergehen. Es hätte für sie viele Gründe gegeben, ihr Vertrauen, ihren Mut und ihre Warmherzigkeit zu verlieren. Aber das hat sie nicht! Weiterlesen

„Hallo Herr Vermieter! Ich spiele Bassposaune.“ // Was Musiker bei der Wohnungssuche beachten sollten

Unzählige Male stand ich im vergangenen Jahr auf teurem Fischgrätenparkett einem schnöseligen Münchner Immobilienschlumpf gegenüber und bekam immer wieder die selbe unangenehme Frage gestellt: „Spielen Sie ein Instrument, Frau Henkel?“
Aus meinem anfänglichen „Ehm, ja, irgendwie schon, aber…“ ist im Laufe der Monate ein klares „NEIN!“ geworden. Auch die Tatsache, dass ich freischaffend tätig bin, lernte ich geschickt zu umspielen. Weiterlesen

„Woran arbeitest du grad´?“, „An meiner Bräune!“ – Warum der Workaholic-Wahnsinn albern ist

„Ich hab´ soooo viele Projekte“, prahlt Bodo und nippt nervös an seiner Rhabarberschorle. Alkohol kann er heute Abend nicht trinken, schließlich muss er nach unserem Treffen noch einen Song abmischen. Seit fünf Jahren war er nicht mehr im Urlaub. Stattdessen nahm er jeden Produktionsauftrag an, belieferte Plattenfirmen mit schlimmen Schlagern, ließ keine Networking-Gelegenheit aus und ging anstelle von Groupies primär mit ProTools ins Bett. Weiterlesen