Hausbesuch bei Marie Diot // „Bevor ich in einer Cover-Band spiele, möchte ich lieber sterben!“

Name: Julia Marie Geusch
Künstlername: Marie Diot
Alter: 24
Beruf: Liedermacherin
Wohnort: Hannover
Wovon lebt sie? von Konzerteinnahmen und den Eltern
Aktuelle Projekte: Das Debut-Allbum „Pinguin im Tutu – Weiß nicht, ob er Tänzer ist“

Das ist Marie. Sie ist jung, entspannt und ziemlich cool. Und dafür muss sie sich nicht mal anstrengen. Der gleichermaßen lässige Typ daneben ist Maries Freund Fabi. Die beiden machen gemeinsam Musik, genießen während des Keyboardspielens gern mal einen Apfel und wohnen jetzt zusammen in Hannover. Dort haben sie sich auch kennengelernt – bei ihrem Popmusikstudium an der Musikhochschule.  Weiterlesen

Es gibt doch nur zwölf Töne! // Warum es nichts Besonderes ist, ein Instrument zu beherrschen, ohne Noten lesen zu können.

„Wow! Ein Hammer Bassist! Dabei kann er gar keine Noten lesen…“ Instrumentalisten, die keinen blassen Schimmer haben, ob ihr Gespieltes im Violin-, Tenor-, oder Bassschlüssel notiert wird, ernten häufig große Bewunderung für ihre Defizite im Bereich der elementaren Musiktheorie. Zu Unrecht, finde ich! Weiterlesen

„Du siehst kacke aus – dann hast du bestimmt was auf dem Kasten!“ // Was unser Erscheinungsbild über unser Können aussagt

„Oh! Aha! Das hätte ich dir gar nicht zugetraut. Du siehst gar nicht so aus!“ Unzählige Male sind mir in meinem Berufsleben solche Sätze begegnet. Die mit meinem Erscheinungsbild verbundenen Klischees scheine ich nicht zu bedienen und das scheint mein Gegenüber zu verwirren.  Weiterlesen

Hausbesuch bei Pianistin Antoniya Yordanova // Integration ist, wenn man auf Deutsch streiten kann

Name: Antoniya Yordanova
Alter: 31
Beruf: Pianistin
Wohnort: Essen
Wovon lebt sie? Auftritte, Unterrichten, Arbeit mit behinderten Kindern
Aktuelle Projekte: die Klavierduo-CD „Synergy“

Irgendwo im Ruhrpott empfängt mich Pianistin Antoniya sehr gastfreundlich in ihrer gemütlichen mintfarbenen Küche. Mit warmer Stimme und viel Humor erzählt sie aus ihren letzten Musikerjahren. Dabei könnte einem das Lachen an der ein oder anderen Stelle sprichwörtlich vergehen. Es hätte für sie viele Gründe gegeben, ihr Vertrauen, ihren Mut und ihre Warmherzigkeit zu verlieren. Aber das hat sie nicht! Weiterlesen

„Hallo Herr Vermieter! Ich spiele Bassposaune.“ // Was Musiker bei der Wohnungssuche beachten sollten

Unzählige Male stand ich im vergangenen Jahr auf teurem Fischgrätenparkett einem schnöseligen Münchner Immobilienschlumpf gegenüber und bekam immer wieder die selbe unangenehme Frage gestellt: „Spielen Sie ein Instrument, Frau Henkel?“
Aus meinem anfänglichen „Ehm, ja, irgendwie schon, aber…“ ist im Laufe der Monate ein klares „NEIN!“ geworden. Auch die Tatsache, dass ich freischaffend tätig bin, lernte ich geschickt zu umspielen. Weiterlesen

Künstlerleben besser planen! – 10 hilfreiche Tipps 

Wie die meisten meiner Kollegen brauche ich, um kreativ zu sein, immer ein bisschen Drama, Prokrastination und Chaos. Sehnte ich mich nach einem geregelten Leben mit festem Tagesablauf, einem sicheren Job und einem Deuter-Rucksack-tragendem Gymnasiallehrer an meiner Seite, wäre ich mit Sicherheit keine Musikerin geworden. Weiterlesen

„Arbeite ich heute im Bett oder gehe ich rüber zum Schreibtisch?“ // Künstlerleben besser planen – Ein Selbstversuch

Es ist Montagmorgen – na gut, eher Montagmittag. Auf meinem Nachtschrank steht ein sehr starker grüner Tee, auf meinem Schoß der Laptop. Mit angewinkelten Beinen sitze ich auf dem Bett und beantworte E-Mails. In irgendeinem Safari-Tab läuft Monaco Franze und ich snacke das dritte Röllchen Giotto. Willkommen in meinem Büro! Weiterlesen